PFS

Progressive Fighting Systems

PFS ist ein Kampf- und Selbstverteidigungs-System, das alle vier Kampfdistanzen gleichermaßen trainiert.

Entwickelt wurde es von Paul Vunak, der in den USA unter anderem für die Ausbildung der Navy Seals, sowie für Spezialeinheiten von CIA und FBI zuständig war. Es beruht auf dem von Bruce Lee entwickelten Konzept des Jeet-Kune-Do.

Bruce Lee ging davon aus, dass jeder Mensch aufgrund seiner Gene und seiner Erfahrung ein anderes Kampfkonzept bevorzugt. Er versuchte also ein System zu entwickeln, dass jedem die Möglichkeit bot sich die Teile herauszusuchen, die er brauchte.

Diese Idee wurde auch von Paul Vunak übernommen. PFS ist eine Mixtur aus den unterschiedlichsten Stilen wie Thaiboxen, Wing Chun, Kickboxen, Boxen, Savate (Boxe Française), Brazilian Jiu-Jitsu, Kali und einigen mehr.

Es wird sowohl der waffenlose, als auch der Kampf mit Waffen (Messer, Stöcken und Palmsticks) unterrichtet.

Besonderes Augenmerk legt man auf die ansonsten in Europa völlig unbekannten und somit meist vernachlässigten

Filipino Martial Arts (FMA).

Das Grundkonzept des PFS ist einfach und intelligent. Man versucht alle vier Kampfdistanzen gleichermaßen zu trainieren, da man davon ausgeht, dass ein Gegner in den meisten Fällen nur eine bevorzugte Kampfdistanz hat und beherrscht. In den seltensten Fällen sind es zwei, oder gar drei. Diesen Umstand macht man sich zu Nutze.

Man geht davon aus, dass der Infight am zerstörerischsten ist, versucht aber erst die Stärken des Gegners abzutasten und ihn in eine Distanz zu zwingen, die er nicht beherrscht.

Dies ist im Regelfall sowieso der Infight oder der Bodenkampf. Allerdings hat der Infight einen entscheidenden Vorteil: Am Boden hat man in der Sekunde verloren, in der sich ein Zweiter in die Auseinandersetzung einmischt. Gegen einen Gegner ist man hier meist auf der sicheren Seite, da man beim Bodenkampf mit Technik und Erfahrung siegen kann. Dies funktioniert aber immer nur gegen einen einzelnen Gegner. Im Infight kann man einen Angreifer sehr schnell erledigen, um sich um weitere zu kümmern.

Folglich wird auch hier dem Kampf in der Nahdistanz besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Ähnlich dem Wing Chun/Wing Tsun wird auch hier mit "Sensitivity-" und "Trapping-Übungen" trainiert, wenn auch nicht in gleichem Maße. Man benutzt diese Bereiche nur, um sicher an den Mann zu gelangen. Der Infight selbst ist eine Eigenentwicklung Paul Vunaks, gepaart mit Elementen des Muay Thai und des Dumog. Zum Einsatz kommt hier das sogenannte HKE.

HKE steht für Headbutts, Knees and Ellbows - Kopfstöße, Knie und Ellbogen.

Zweitwichtigste Distanz ist der Bodenkampf. Dieser wird in den wenigsten Stilen unterrichtet und fehlende Technik kann auch (im Gegensatz zu Schlägen und Tritten) nicht ohne weiteres durch pure Kraft oder Wut ersetzt werden. Wer sich einmal die in den USA abgehaltenen Turniere wie Ultimate Fighting oder ähnliches angesehen hat, weiß wie wichtig der Boden ist. Fast alle Kämpfe enden dort.

Das PFS hat sich das wohl erfolgreichste aller Bodenkampfsysteme zu Nutze gemacht:

Das legendäre Brazilian Jiu-Jitsu, meist auch aufgrund seiner Erfinder "Gracie Jiu-Jitsu" genannt, gilt als effektivster Kampfstil am Boden. Mit dem "normalen", dem in Europa oder Japan trainierten Jiu-Jitsu, hat dieses System allerdings außer dem Ursprung nur noch den Namen gemeinsam.

In der Halb- und der Trittdistanz wurde ein Stil entwickelt, der sich aus Thaiboxen (Low-kicks), Boxen (Fußarbeit und Oberkörperbewegungen), Savate (Stoppkicks), Panajakman (Low-Line-Kicks) und einigen sehr effektiven Filipinotechniken im Defensivbereich zusammensetzt. Auch hier wird im Training darauf geachtet, dass man nahtlos von einer Distanz in die andere wechseln kann. Man sollte in der Lage sein, seinem Gegner die gewünschte Distanz aufzuzwingen, nicht umgekehrt.

Quelle: wikipedia

Geeignet ist PFS für Damen und Herren ab 16 Jahren.